hier noch was:

Ein Püp geht um die Welt

Ach, was würd ich gerne mal wieder den Telefonhörer draufknallen. Ordentlich! Mit Wut! Früher war das toll:
„Deine Entschuldigung kannst du dir in den Arsch schieben!“ - *KRACK* – Aufgelegt! –
Hatte ich bei der Wortwahl versagt, saß wenigstens der Schluss. Mit einer schallenden Ohrfeige, die unmissverständlich ganz schlimme Verachtung ausdrückte. - Und durch die Ringelkabel konnte man ihn spüren - den Hauch des Todes.
Heute kann ich nur noch: „das Mobilteil wieder in Akkuladeposition bringen.“ Da die motorischen Fähigkeiten mit dem Fuchsteufelswildheitsgrad gleichbleibend abnehmen, geht diese Frickelei ganz sicher schief. Der Telefonhörer rutscht gern noch dreimal geräuschvoll vom Sockel und am anderen Ende der Leitung hört man mich brummeln: „Mist… huch… äh…“ - und dann endlich: *Klack* - wie demütigend.

Oder aber: ich drücke am Ende des Gesprächs die ROTE TASTE -
Das hört sich dann so an:
„Fahr zur Hölle, du ARSCH!“ - *Püp* -
Ein Püp, das bestätigt, dass ich verdammtnochmal niemanden namens Manni kenne; ein Püp, das bekräftigt, dass ich auch für tausend Kröten meine Kotztütensammlung NICHT hergebe; ein Püp, das das Ende meiner Beziehung besiegelt, weil mein Freund meine Kotztütensammlung an Manni verscherbelt hat…
“Leck mich, du Penner!!!” *Püüüp*

Auch wenn mein Daumen vom Drücken so weiß wird wie die Arschbacke unter der Badehose - es wird immer bloß ein *Püp* sein…

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In: Meine Hobbies sind, Das passiert

hier noch was:

Ein Parfum! ein Parfum!

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Seit einigen Wochen weiß ich, dass es mein Lieblingsparfum nicht mehr gibt. Das ist zum kotzen und ich frage mich: Wer macht sowas? Der Hersteller würde sagen: “Suchen Sie sich doch ein Neues!” Den frag ich aber nicht.
Ein Neues suchen wollte ich trotzdem und zog in der Mittagspause los. Während die Kollegen ihr Pilzragout löffelten spielte ich Trüffelschwein beim Karstadt. In jeder Mittagspause. Not-motiviert durchforstete ich Regalwälder und Präsentationsdickichte und besprühte alle Pappstreifen und Arme, die ich finden konnte - das ganze ziemlich wahllos, ich wusste nie wo ich am Vortag aufgehört hatte. Ich fertigte eine Excel-Liste an mit den Namen der Parfums und drei Spalten zum ankreuzen: „Ganz lecker“, „Carola Müller“ und „Oma“. Oma bedeutet Kölnisch Wasser und mit Carola Müller hatte ich mal was, ihr Deo ließ mich bettpfannen-förmige Sternchen sehen. Die Ganz lecker-Spalte blieb frei.
Ich schnüffelte Tag für Tag und viele neue Spalten mussten eröffnet werden! – Es gab zum Beispiel die Nuancen “Ameisenspray” oder “Leichter Zitronenschimmel” oder “An der Tankstelle vergessen die Scheibe hochzukurbeln”… Es wurde immer schlimmer, denn meine Nase war total überfordert und es schien sich eine direkte Verkettung meiner Nase mit meinem Magen zu entwickeln. Aber beraten ließ ich mich nicht. Das hatte ich schon mal, da sage ich dann: “Ich will ein Parfum, das nicht direkt wie Parfum riecht, eher wie frische Wäsche oder Duschgel oder so”. Da kriegen die Verkäuferinnen dann ratlose Blicke und ratlos bin ich selbst. Ratlos finde ich zum kotzen.
Dann, bei einem tollen Flacon in Form einer rosa Handgranate keimte endlich Hoffnung auf. *sprühsprüh*
Davon wurde mir dann aber am Nachmittag richtig schlecht. Es war auch keine Handgranate, sondern ein Granatapfel. Scheiß-Obst! Jetzt kotze ich zurück! Meinem Kollegen war auch nicht gut, allerdings wegen Kartoffelsalat mit Mayonnaise. Apropos, essen musste ich endlich auch mal wieder - Übelkeit hin oder her. Also holte ich mir nach Feierabend ein Hähnchen.
Weil ich mit dem Gestank an mir nicht würde essen können wusch ich mir zu Hause gründlich die Hände. Aber es ging nicht weg. Meine Hände mieften nach jedem Waschgang anders: Kloreiniger und Nelke, Buttermilch und Staub… Wie sollte ich so nur essen? Ich ging mit Bimsstein ran – es brachte nix. Ich schrubbte vorm Marienhof, nachm Marienhof, vor der Tagesschau, während des Tatorts… und hatte immer noch nichts gegessen. Meine Hände wurden immer kleiner und nach der zweiunddreißigsten Waschung übersprühte ich mich verzweifelt mit meinem alten Lieblingsparfum (ärmliche Restbestände!) – aber selbst davon wurde mir übel. Und das war gemein! Meine Hände waren jetzt wieder größer, sie waren geschwollen, meine Haut brannte wie Feuer wegen dem Bimstein… Feuer? - in meiner Küche qualmte es auch schon bedrohlich aus dem Ofen, wo ich die ganze Zeit mein Hähnchen warmhielt…

Dann reichte es mir! Ich aß mein dunkelbraunes Hähnchen in fünf Minuten mit Messer und Gabel und sehr, sehr langen Ärmeln, danach verschwendete ich den kostbaren Rest meines Lieblingsparfums - einfach so! - sprühte es an die ungebührlichsten Stellen (Bauchnabel!) - und als es leer war, hab ich von Oma eine kleine Flasche Tosca erbettelt und mich nachträglich in Carola Müller verliebt.


In: Das passiert

hier noch was:

Küche

Einmal kam ich in die Küche
da waren außer der Gerüche
nur Fliegen, die da schwebten
und manche, die am Ofen klebten
Und während ich die Küche fegte
und mein Leben überlegte
kam Micha aus der Mittagspause -
da war es gar nicht mein Zuhause


In: Reim dich oder..., Das passiert

hier noch was:

Der ehemalige Schweinestall

…leider wurden einige Schweine mit vermauert.
schweinestall.jpg


In: Das passiert, I see animals